Die Generalprobe für die Playoffs in der 1. Bundesliga Frauen ist absolviert: Am letzten Spieltag der Hauptrunde standen sich die Teams in den Paarungen gegenüber, mit denen auch die Playoff-Viertelfinals beginnen. Unterschiede gibt es nur beim Heimrecht.
Ein perfekter Testlauf für die Viertelfinalistinnen - und die Chance, im Training noch einmal wichtige Schwerpunkte zu setzen. Los geht es am Samstag, 22. März um 16:45 Uhr mit der Begegnung zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und den Ladies in Black Aachen. SPORT1 zeigt diese Partie live im Free-TV.
Schwerin geht von Platz eins ins Meisterschaftsrennen
Schwerins letzte Niederlage datiert auf Mitte Januar zurück, als die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski gegen den späteren Tabellenzweiten Allianz MTV Stuttgart verlor und Rang eins noch in der Ferne lag. Es folgten acht Siege und 23 Punkte in Serie. Nun startet der Klub aus Mecklenburg-Vorpommern von Platz eins in die Playoffs und erwartet trotz voller Punkteausbeute gegen Aachen in der Hauptrunde nun einen ernstzunehmenden Kontrahenten. Das Team von Cheftrainerin Mareike Hindriksen hatte am letzten Hauptrundenspieltag einige gute Phasen gegen das Spitzenteam, aus denen man für das anstehende Viertelfinale lernen will. Das zweite Spiel der Serie findet am 29. März in Aachen statt.
Mit Spannung erwartet wird auch das Viertelfinale zwischen dem Dresdner SC und dem VC Wiesbaden - es ist eine Wiederholung des Playoff-Duells der vergangenen zwei Jahre. In beiden Fällen gingen die Teams über die volle Distanz von drei Spielen, immer setzte sich der DVV-Pokalsieger von 2025, der DSC, durch. Wiesbadens Trainer Tigin Ya?lio?lu will allerdings nicht schon im Vorfeld das weiße Fähnchen hissen: "Das letzte Hauptrundenspiel gegen den DSC war kein guter Auftritt von uns. Wir haben nicht gezeigt, was wir eigentlich leisten können. Wir müssen jetzt ganz schnell in den Playoff-Modus kommen. Diese Spiele stehen dann auf einem anderen Blatt Papier." Auch Außenangreiferin Olivia Rusek gibt sich kämpferisch: "Eins ist klar: In den Playoffs reicht es nicht, Sätze zu gewinnen, wir brauchen Siege. Wir alle müssen viel aggressiver agieren."
Triple-Meister Stuttgart greift gegen Münster an
Der Allianz MTV Stuttgart, Meister der vergangenen drei Jahre, geht als Hauptrunden-Zweiter in die diesjährigen Playoffs. Gegner ist Pokalfinalist USC Münster. Auch diese Mannschaften standen sich am letzten Wochenende gegenüber. Hier setzte sich Stuttgart 3:1 (25:22 25:13 21:25 25:17) in der SCHARRena durch. Ebenda kommt es nun zum erneuten Aufeinandertreffen. Alle drei Bundesliga-Begegnungen bisher entschied das Team von Trainer Konstantin Bitter für sich - und ist dennoch gewarnt. Die Mannschaft um Kapitänin Elena Kömmling zeigte immer wieder starke Leistungen und drang bis ins DVV-Pokalfinale vor. Erst kürzlich hatte man beim USC die Vertragsverlängerung mit Coach Matthias Pack bekanntgegeben, der trotz Niederlage mit "einem positiven Gefühl" die Arena in Stuttgart verlassen hatte. Anpfiff der Partie ist am Samstag um 19.00 Uhr, das zweite Aufeinandertreffen ist am 29. März.
Der SC Potsdam erkämpfte sich am vergangenen Wochenende Rang vier gegen den direkten Konkurrenten aus Suhl und geht jetzt mit Rückenwind und Heimvorteil in das Playoff-Viertelfinale. "Wir haben jetzt die Fans hinter uns. In Suhl zu spielen, das ist nie einfach. Deshalb gehe ich davon aus, dass es da schwieriger wird als in der MBS Arena. Aber da wir Hauptrundenvierter geworden sind, beginnen wir daheim. Und falls ein drittes Spiel benötigt werden sollte, wäre das auch zu Hause", sagt Potsdams Außenangreiferin Lara Darowski. Der VfB Suhl ist indes eine Wundertüte in dieser Saison. Schwach gestartet, starker Mittelteil, solider Ausklang - und zwischendurch Schwerin aus dem DVV-Pokal geworfen - so könnte eine kurze Zusammenfassung der Hauptrunde lauten. Alles ist möglich, auch wenn gegen Potsdam bisher nur ein Punktgewinn gelang.
Dyn zeigt alle Spiele bis zur Meisterschaft
Alle Viertel- und Halbfinals werden im Modus Best-of-three ausgetragen. Das Finale um die deutsche Meisterschaft ist dann eine Best-of-five-Serie. Für den Titel sind drei Siege notwendig. Heimrecht hat in jeder Runde das Team, das in der Hauptrunde besser platziert war.
Alle Spiele der Playoffs gibt es wie immer live und on demand auf Dyn.