Den BSV-Damen ist die Revanche für das klare 0:3 im Hinspiel nicht gelungen: Sie verloren ihr vorletztes Heimspiel gegen den TV Hörde zwar knapper, aber dennoch erneut mit 0:3 (23:25, 26:28, 16:25).

BSV-MVP Finja Kurtz im Angriff (Foto: Sven Fels)
Rund 180 Zuschauern in der Beverhalle sahen zweieinhalb Sätze lang ein spannendes Match, in dem die "Hörder Mädels" zum rechten Zeitpunkt immer einen Tick stabiler waren als der BSV und die entscheidenden Punkte machten.
Am sichtbarsten war die mangelnde Konstanz im Ostbeverner Spiel in den Aufschlägen, die zu oft ihr Ziel verfehlten. Zudem war die Abwehr des BSV vor allem in der Anfangsphase nicht agil genug und bekam kaum Zugriff auf die Hörder Angriffe. So setzten sich die solide aufspielenden Gäste im ersten Satz peu à peu über 11:7 auf 19:13 ab. Zu diesem Zeitpunkt waren dem BSV gerade mal zwei Breaks gelungen. Mit Sophia Kerkhoff am Aufschlag erwachten die BSV-Damen dann endlich zu eigenem Druck und verkürzten auf 18:19. Im Gleichschritt ohne weitere Breaks auf beiden Seiten ging es auf das Satzende zu. Ein wenig symptomatisch für das BSV-Spiel an diesem Tag endete der erste Abschnitt mit einem Aufschlagfehler des Heimteams.
Im Zweiten setzte sich die Wankelmütigkeit des BSV zunächst fort. Coach Dominik Münch nahm früh seine beiden Auszeiten, um mehr Entschlossenheit einzufordern. Nach einem Doppelwechsel - Sophia Kerkhoff und Lea Dreckmann kamen für Mari Peters und Finja Kurtz - übernahm Ostbevern erstmals die Führung (9:8) und behauptete diese bis zum Hörder Ausgleich auf 18:18. Erneut ging es Kopf an Kopf auf das Satzende zu, bei 25:24 hatte der BSV gar Satzball, verlor diesen aber durch einen weiteren Servicefehler. Kurz darauf machten es die Gäste besser, servierten stark und gingen mit 2:0 in Führung.
An den beiden knappen Satzausgängen hatte der BSV zu knabbern. Die Anfangsphase des Dritten gehörte dem TV Hörde, der über 7:4 auf 13:7 wegzog. Noch einmal konnten die BSV-Damen, die am Sonntagnachmittag neben der privat fehlenden Lara Drölle auch auf die erkrankte Laura Kemper verzichten mussten, Widerstand entfachen und erzwang mit einigen sehenswerten Angriffen den Ausgleich (14:14). Als Ex-BSV-Spielerin Lara Spieß dann jedoch bei 16:17 zum Aufschlag schritt und sehr druckvoll servierte, riss der Faden beim BSV endgültig. Dem Heimteam gelang es nicht mehr, sich aus der Umklammerung zu befreien und Hörde brachte souverän das 3:0 nach Hause.
MVP auf Hörder Seite wurde Mittelblockerin Emma Neukirchen, die in ihren Rotationen vorn am Netz dominiert und zudem gefährlich serviert hatte. Auf BSV-Seite durfte sich Finja Kurtz zum zweiten Mal in dieser Saison über die Auszeichnung freuen. Sie hatte vor allem im Angriff überzeugt, wo sie von Mari Peters mehrfach gut in Szene gesetzt werden konnte.
In zwei Wochen laden unsere Damen zum letzten Saisonheimspiel. Dann geht es am Samstagabend gegen den SC Potsdam II, der am Wochenende in Hildesheim unterlag, wodurch der Klassenerhalt für den BSV nun auch rechnerisch gesichert ist.