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Champions League: Gut für den deutschen Volleyball

31.01.2025 • Champions League Autor: SVG Lüneburg 190 Ansichten

Zu den Berlin Recycling Volleys hatte die SVG Lüneburg schon immer ein gutes Verhältnis, die Mannschaften machten zeitweise in einer Saisonvorbereitung sogar Testspiele gegeneinander. Auch in den Fan-Lagern gibt es keine überbordende Rivalität. Aber so eng, dass man sich nun sogar in der Champions League misst, hat sich wohl niemand den Kontakt gewünscht.

Seit Mittwochabend jedoch steht das fest: In den Playoffs zum Viertelfinale treffen die beiden auf höchster Ebene aufeinander. Die Termine stehen auch schon. Das Hinspiel steigt am 12. Februar, 19 Uhr, in der LKH Arena, das Rückspiel in der Hauptstadt am 26. Februar, 19.30 Uhr. Der Vorverkauf auf das SVG-Heimspiel beginnt bereits an diesem Sonnabend, 1. Februar, um 16 Uhr.

Ticketverkauf startet schon diesen Sonnabend

Der eine Satz, den Berlin zur Eröffnung seines letzten Gruppen-Matches beim 1:3 (25:23, 17:25, 18:25, 21:25) gegen Warschau holte, sollte am Ende den Ausschlag gegenüber Mailand mit Ex-LüneHüne Jordan Schnitzer geben. Der Satz-Quotient entschied (s. Tabellen). Beim deutschen Meister stand vor 5236 Zuschauern wieder einmal der Diagonale Jake Hanes im Mittelpunkt, wurde zu 48 Angriffen in Szene gesetzt und war der Topscorer des Matches (23). Auch Ruben Schott punktete zweistellig (10). Bei den Polen waren Artur Szalpuk (16), der französische Doppel-Olympiasieger Kevin Tillie (15) und der zum 2. Satz eingewechselte Linus Weber (13) am erfolgreichsten. Tobias Brand wurde bei den Warschauern nicht eingesetzt.

Nun also SVG-Berlin und Berlin-SVG, dabei das Rückspiel nur eineinhalb Wochen, bevor die Mannschaft von der Spree zum Bundesliga-Match in der LKH Arena gastiert (schon nahezu ausverkauft). Diese Ballung ist natürlich schade, hat aber auch Vorteile. In der Champions League bleiben so die Reisekosten geringer, und es ist garantiert, dass wieder ein deutscher Verein ins Viertelfinale einzieht. Das ist gut für die ganze Bundesliga, für die Punkte-Rangliste bei der Verteilung der Startplätze. Berlins Kapitän Schott frohlockte sogar: "Für Volleyball-Deutschland wird das ein echtes Happening."

Zumal, wenn beide wieder ihre Top-Leistungen abrufen können. Der SVG gelang das auch am Mittwoch in Jastrz?bie-Zdrój, die LüneHünen waren beim polnischen Meister und Tabellenführer Wegiel, der in Bestbesetzung spielte, ein harter Widersacher. "Das war ein gutes Niveau, es gab schöne Ballwechsel", fand auch Chefcoach Stefan Hübner, "im ersten und zweiten Satz haben wir gut aufgeschlagen, ganz anders als beim Spiel zuvor gegen Freiburg. Und die Angriffe wurden von Satz zu Satz besser." Und was sagt er dazu, dass es in den Playoffs gegen Berlin geht? "Ab jetzt gibt es nur noch attraktive Gegner", lautet zunächst eine Standard-Trainer-Antwort, um dann doch die Besonderheit zu beurteilen: "Ein anderer Gegner, zum Beispiel Mailand, würde die Aufgabe natürlich ein bisschen bunter und abwechslungsreicher für Fans und auch die Spieler machen." Aber schon am Mittwochabend hatte er in einem Interview vor Ort betont: "Die Playoffs erreicht zu haben, ist ein Riesenerfolg für den Verein."

Ein Viertelfinale steht bereits fest

Darauf gilt es, stolz zu sein und nicht über die jetzige Konstellation zu hadern. Man schaue sich nur mal an, welche großen Namen dort auftauchen und welche Vereine im erlauchten Kreis der direkt für das Viertelfinale Qualifizierten stehen. Das unterstreicht auch nochmal die Stärke des polnischen und italienischen Volleyballs. Automatisch weiter sind die Gruppensieger, wobei die beiden italienischen Teams direkt aufeinandertreffen und die drei Ersten aus Polen dann Qualifikanten zum Gegner bekommen nach folgendem, zuvor festgelegten Schema: Warschau - Sieger aus Ankara/Mailand, Zawiercie - Sieger aus SVG/Berlin und Wegiel - Sieger aus St.Nazaire/Piräus.

1. Projekt Warschau 6 6 18 18:2
2. Aluron Zawiercie 6 6 17 18:2
3. Jastrz?bski W?giel 6 6 17 18:4
4. Monini Perugia 6 5 16 17:3
5. Vero Volley Monza 6 5 13 16:9


Tabelle der Gruppenzweiten:
1. Olympiakos Piräus 6 4 13 16:10
2. Berlin Recycling Volleys 6 4 12 13:8 (Quotient: 1,625)
3. Allianz Mailand 6 4 12 14:9 (Quotient: 1,556)
4. Halkbank Ankara 6 4 11 14:11
5. SVG Lüneburg 6 3 8 10:12

Tabelle der Gruppendritten:

1. Saint-Nazaire VB 6 3 9 11:12
2. Chaumont VB 6 2 8 11:12
3. Fenerbahçe Istanbul 6 2 6 10:14
4. Knack Roeselare 6 2 6 8:14
5. ACH Volley Ljubljana 6 1 4 7:15

Frankreichs Meister St. Nazaire mit Ex-LüneHüne Jordan Ewert (14 Punkte und bester Scorer beim 3:0 gegen Budejovice) geht somit in die Playoffs, die vier weiteren Teams machen im CEV Cup weiter (wie im Vorjahr die SVG).

Karlsruhe hofft auf SVG-Schwäche

In der Bundesliga macht die SVG am Sonntag, 17 Uhr, weiter bei den Baden Volleys Karlsruhe. Nach deren Einzug in die Playoffs als Neuling im Vorjahr läuft es in dieser Saison weit weniger gut. Aktuell sind die Süddeutschen (10.) nach nur 5 Siegen aus 18 Spielen davon schon 6 Punkte entfernt. Die letzten fünf Spiele wurden allesamt verloren, darunter sogar beim VCO Berlin (1:3). Anscheinend braucht das Team neue Impulse - zu diesem Schluss führten jedenfalls die Gespräche mit Trainer Antonio Bonelli, seit 2019 im Amt. Sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert.

Der 46-Jährige, der das Team zu zwei Meisterschaften in der 2. Liga Süd führte, hat aber den Ehrgeiz, es noch einmal in die Playoffs zu führen. Noch besteht diese Chance. Deshalb sollte die SVG, die das Hinspiel 3:1 gewann, gewarnt sein. Lässt Stefan Hübner am Sonntag rotieren? "Weiß ich noch nicht. Die haben natürlich die Hoffnung, dass sie uns nach der Champions League auf dem falschen Fuß erwischen", bleibt er vorsichtig und wird zu Beginn, wenn überhaupt, nur moderat wechseln. Denn jetzt patzen, könnte besonders bittere Folgen haben, da vielmehr ein weiterer Ausbau des Vorsprungs auf Friedrichshafen winkt - die Häfler müssen nach Düren.

Ein Public Viewing gibt es im "Restaurant 24", Lüneburger Straße 12 in Kirchgellersen (Anmeldungen bei Anne Nabel, Tel. 0177-8645128) und auch im Vereinsheim des Ochtmisser SV, Vögelser Straße 20. (hre)

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